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Wasserdruck

Wasserdruck

Damit das Wasser immer in ausreichender Menge aus dem Wasserhahn fließt, muss im Rohrnetz ein Versorgungsdruck aufgebaut werden. Den erforderlichen Druck erzeugen wir mit elektrischen Kreiselpumpen im Wasserwerk Hergershausen und Hochbehältern an den Enden des Versorgungsgebietes.

Unser Wasserwerk Hergershausen

Allgemeines

Das Wasserwerk Hergershausen versorgt mit seinen 21 Tiefbrunnen Tag für Tag über 130.000 Menschen mit durchschnittlich 18.000 Kubikmetern – das sind 18 Millionen Liter – frischem Trinkwasser. So erreichen in einem Jahr über 6,5 Mio. Kubikmeter (m³) Trinkwasser unsere Kunden.

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Unsere Brunnen

Die Brunnen des ZVG Dieburg liegen in den Wäldern und Feldgemarkungen rund um Hergershausen und in der Schaafheimer Senke. Gerade weil es aus der Erde kommt, ist das Trinkwasser in unserem Versorgungsgebiet von großer Güte und Qualität.

Das Grundwasser stammt aus einem bis zu 60 Metern tiefen Grundwasserstrom der in Erdschichten fließt, die sich in der letzten Eiszeit gebildet haben. Die mächtigen Sand- und Kiesschichten gewährleisten eine ausgezeichnete natürliche Filterwirkung.

Mit leistungsstarken Unterwasser-Motorpumpen in den Brunnen wird das Grundwasser in das Wasserwerk Hergershausen gefördert. Die Fördermenge schwankt je nach spezifischer Ergiebigkeit des jeweiligen Brunnens zwischen 40 und 150 m³/h.


Wasseraufbereitung

„Wozu dann noch die Aufbereitung bei so einem guten Grundwasser?“, fragt man sich. Weil zu viel des Guten drin ist! Da das Wasser lange durch den Untergrund geflossen ist, und dabei tonhaltige Bodenschichten passiert hat, ist der Eisen- und Manganwert erhöht.

Belässt man diese Stoffe im Wasser, würde es metallisch schmecken, trübe aussehen und beim Wäschewaschen Rostflecken hinterlassen. So ein Wasser möchte aber kein Verbraucher aus seinem Wasserhahn fließen sehen. Deshalb also die Wasseraufbereitung, die in drei Schritten erfolgt.


Schnittbild Filterhalle
Schnittbild Filterhalle Wasserwerk DieburgKlicken um Bild zu vergrößern

Kaskadenbelüftung

Um Eisen und Mangan aus dem Wasser zu entfernen, wird das gesammelte Wasser filtriert. Aber so einfach wie mit einem Kaffeefilter geht es nicht. Das Wasser muss zuerst belüftet werden, damit überflüssiges Eisen und Mangan entfernt werden können. Dabei überführt man das chemisch gesehen zweiwertige wasserlösliche Eisen in dreiwertiges Eisen (Rost). Vereinfacht bedeutet das: es wird Luft ins Wasser geleitet, damit sich überflüssige Elemente herausfiltern lassen.

Das Wasser aus den Brunnen wird gemischt und rieselt dann aus einer Höhe von 5 Metern über mehrere Kästen in der Kaskade zum Zerstäuben in die Tiefe.

Von unten wird gefilterte Luft eingeblasen und die herab fallenden Wassertropfen werden so belüftet. Während dieser Belüftung reduziert sich auch der Kohlensäuregehalt des Wassers.

Reaktionsbecken und Zwischenpumpen

In den Reaktionsbecken unterhalb der Kaskaden wird das Wasser gesammelt und von den Zwischenpumpen über die Filterkessel geleitet.

Kiesfilter

In dem drei Meter hohen Kiesbett der 9 Filterkessel werden dann die Eisen- und Manganpartikel herausfiltriert. Jeder der Enteisenungsfilter ist mit über 60 Tonnen Kies gefüllt. Nach einer Laufzeit von 80 Stunden ist der Filter mit Eisen- und Mangan-Partikeln belegt und muss zurückgespült werden.

Filterhalle des ZVG Dieburg
Filterkies

Reinwasserbehälter und Netzpumpwerk

Nach der Filtration wird das Wasser im 2.000 Kubikmeter fassenden Reinwasserbehälter zwischengespeichert und durch die Pumpen im Netzpumpwerk in das Verteilungsnetz eingespeist. Es gibt keine Zusätze von chemischen Stoffen wie Chlor. Wir lassen das Wasser, wie es ist: Erfrischend, gesund und natürlich.