Für das THW ist dieses Wissen im Einsatzfall von großer Bedeutung. Bei Naturkatastrophen, schweren Unwettern oder lang anhaltenden Stromausfällen ist die kritische Infrastruktur besonders gefährdet. Zu wissen, wie die lokalen Netze funktionieren, sichert im Ernstfall die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Versorger und Rettungskräften.
Die Führung durch die Anlagen des ZVG Dieburg bot den Teilnehmenden einen detaillierten Überblick von der Förderung bis zur Verteilung:
- Die Brunnen: Erklärung der Grundwassergewinnung aus tiefen Bodenschichten.
- Die Aufbereitung: Einblick in die Filtertechniken, die für die konstant hohe Qualität des Trinkwassers sorgen.
- Die Steuerung: Besichtigung der Notstromversorgung, die den Wasserdruck und die Durchflussmengen auch bei Ausfall der elektrischen Energieversorgung sicherstellt.
Besonders fasziniert zeigten sich die THW-Einsatzkräfte von den Dimensionen der Pumpen- und Rohrleitungssysteme. Schnell entwickelten sich fachliche Gespräche über Notstromkonzepte und mobile Pumpensysteme – Bereiche, in denen das THW selbst über spezialisiertes Equipment und Fachwissen verfügt.
Der informative Abend endete mit einem positiven Fazit auf beiden Seiten: Die Kooperation und der direkte Draht zwischen dem ZVG Dieburg und dem THW Groß-Umstadt wurden durch diesen Besuch weiter gefestigt. Im Krisenfall greift somit ein Rad ins andere, um die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger schnell und sicher zu stabilisieren.
Text und Foto von Eric Reubold (THW Groß-Umstadt)