Der Zweckverband Gruppenwasserwerk Dieburg informiert die Trinkwasserverbraucherinnen und Trinkwasserverbraucher in der Gemeinde Messel über eine Veränderung der Trinkwasserhärte
Grund hierfür ist eine geänderte Zusammensetzung des Trinkwassers, das in die Gemeinde Messel geliefert wird. Die Gemeinde Messel ist nicht direkt an das Versorgungsleitungssystem des Zweckverbandes Gruppenwasserwerk Dieburg angebunden. Der Wasserbezug erfolgt über den benachbarten Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO).
Der ZWO hat zur Sicherstellung der Wasserversorgung seinen Wasserbezug vom benachbarten Versorger, der Hessenwasser GmbH & Co. KG, erhöht. Zudem wurde eine neue Druckerhöhungsanlage im Bereich Bayerseich/Egelsbach in Betrieb genommen. Da sich die natürliche Zusammensetzung des Wassers je nach Herkunft unterscheiden kann, verändert sich dadurch auch die Mineralisierung und damit die Wasserhärte. Der Zweckverband Gruppenwasserwerk Dieburg hat auf diese Entwicklung keinen Einfluss, da die Wasserversorgung der Gemeinde Messel über den ZWO erfolgt.
In der Gemeinde Messel kann sich die Wasserhärte deshalb auf bis zu 18°dH erhöhen. Das Wasser liegt damit im Härtebereich „hart“.
Die Qualität des abgegebenen Trinkwassers bleibt hiervon unberührt. Das in die Gemeinde Messel gelieferte Trinkwasser entspricht weiterhin in allen Parametern den Anforderungen der geltenden Trinkwasserverordnung. Es liegen keine Grenzwertüberschreitungen vor. Die Trinkwasserqualität unterliegt zudem den ständigen Kontrollen durch die Gesundheitsämter der Landkreise Darmstadt und Offenbach.
Eine gesundheitliche Gefährdung durch die höhere Wasserhärte besteht nicht. Für Calcium, Magnesium sowie die Wasserhärte selbst sind in der Trinkwasserverordnung keine Grenzwerte festgelegt. Im häuslichen Bereich kann die höhere Wasserhärte jedoch spürbar sein. So kann es beispielsweise zu mehr Kalkablagerungen an Armaturen, in Wasserkochern, Kaffeemaschinen oder anderen Haushaltsgeräten kommen. Schäden an Geräten können in der Regel durch eine angepasste Dosierung von Waschmitteln, Klarspülern und ähnlichen Produkten sowie durch die Beachtung der jeweiligen Herstellerangaben vermieden werden. Auch vorhandene eigene Enthärtungsanlagen sollten gegebenenfalls überprüft und neu eingestellt werden.
Wir bedauern, dass die Erhöhung der Wasserhärte für die Bürgerinnen und Bürger in Messel mit einem größeren Aufwand im Haushalt verbunden sein kann. Die sichere Versorgung mit Trinkwasser sowie die einwandfreie Qualität des gelieferten Wassers bleiben weiterhin gewährleistet. Wir stehen hierzu jedoch im Austausch mit den beteiligten Stellen und informieren die Bürgerinnen und Bürger transparent über die Veränderung.