Das Versorgungsgebiet des ZVG Dieburg

Folgende Städte und Gemeinden liegen im Versorgungsbereich des ZVG Dieburg: Babenhausen mit Harpertshausen, Hergershausen, Harreshausen, Langstadt und Sickenhofen, Dieburg, Eppertshausen, Groß-Zimmern, Klein-Zimmern, Messel, Münster mit Breitefeld, Altheim, Otzberg, Rodgau Stadtteil Nieder-Roden und Rollwald, Rödermark, Schaafheim mit Radheim, Mosbach sowie Schlierbach.

Rollwald

Das Wasserwerk Rollwald wurde in den 50er Jahren errichtet und im Jahr 2006 zu einem kompakten modernen Wasserwerk umgebaut. Der Tiefbrunnen mit einer Förderleistung von 80 Kubikmetern pro Stunde pumpt das Wasser in einen Verrieselungsturm, in dem das Wasser durch Verteilung in kleine Wassertropfen mit gefilterter Luft in das sogenannte Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht gebracht wird.

In einem 2000 Kubikmeter fassenden unterirdischen Behälter wird das Wasser gespeichert. Drei leistungsfähige Netzpumpen befördern das Wasser ins Ortsnetz Rollwald und bei Bedarf auch ins Fernleitungsnetz des ZVG Dieburg.

Härtebereich: mittel  8,5-13°dH 1,5-2,3 mmol/l

Wasseranalyse Rollwald 2019 (PDF) Wasserhärte

Harreshausen

Das Wasserwerk am westlichen Ortseingang von Harreshausen ist seit 1965 in Betrieb. Heute liefert der Brunnen bis zu 4,1 Millionen Liter Wasser pro Monat. Nach der Entfernung der überschüssigen Kohlensäure im Verrieselungs-Turm der Aufbereitungsanlage wird das Wasser in einem kleinen Vorratsbehälter zwischengespeichert und mit einer drehzahlgeregelten Netzpumpe in das Wasserrohrnetz von Harreshausen gepumpt.

Härtebereich: mittel bis hart 13-15°dH 2,3-3,0 mmol/l

Wasseranalyse Harreshausen 2017 (PDF) Wasserhärte

Messel

Das Trinkwasser in Messel wird durch eine Transportleitung des Zweckverbandes Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach in den Hochbehälter geliefert. Die Wasserverteilung im Ortsnetz erfolgt seit 01.01.2014 durch den ZVG Dieburg.

Härtebereich: mittel 8,5-10°dH 1,5-1,8 mmol/l

Wasseranalyse Messel 2019 (PDF) Wasserhärte

Wasserwerk Hergershausen

Das Wasserwerk Hergershausen liegt an der Kreisstraße 183 zwischen Hergershausen und Eppertshausen. Insgesamt 21 Tiefbrunnen liefern Tag für Tag den über 130.000 Menschen im Versorgungsgebiet durchschnittlich 18.000 Kubikmeter frisches Trinkwasser. Das Wasserwerk Hergershausen beliefert folgende Städte und Gemeinden mit Trinkwasser:

Altheim, Babenhausen, Breitefeld, Bulau, Dieburg, Eppertshausen, Groß-Zimmern, Harpertshausen, Hergershausen, Klein-Zimmern, Langstadt, Messenhausen, Münster, Nieder-Roden, Ober-Roden, Radheim, Schaafheim, Schlierbach, Sickenhofen, Urberach, Waldacker

Härtebereich: mittel 13°dH 2,3 mmol/l

Wasseranalyse Hergershausen 2019 (PDF) Wasserhärte

Mosbach

Über 100.000 Liter Wasser täglich liefert die Mischbornquelle den Mosbacher Bürgern. Die Besonderheit der Mischbornquelle ist der Zusammenfluss von seitlichen Quellzuflüssen und artesischem Grundwasser, das aus 7 Metern Tiefe bis an die Erdoberfläche aufsteigt. Ihren Namen verdankt die Quelle der Eigenschaft, dass mehrere Quellwässer gemischt werden. Born ist die altdeutsche Bezeichnung für Quelle bzw. Brunnen.

Härtebereich: mittel bis hart 13-18°dH 2,3-3,2 mmol/l

Wasseranalyse Mosbach 2017 (PDF)Wasserhärte

Habitzheim

Die Versorgung von Habitzheim wird durch einen Brunnen und der Wasserzulieferung vom aus dem Fernleitungssystem des ZVG Dieburg sichergestellt. Durch die Mischung der beiden Wässer werden der Nitratgehalt und die Wasserhärte des Brunnens im abgegebenen Wasser gesenkt.

Härtebereich: hart 17-19°dH 3,0-3,4 mmol/l

Wasseranalyse Habitzheim 2017 (PDF) Wasserhärte

Lengfeld und Zipfen

Die Tiefbrunnen Ober-Klingen und Nieder-Klingen fördern das Wasser mit einer gemeinsamen Menge von ca. 20 Kubikmetern pro Stunde in den Zwischenbehälter Heydenmühle. Von dort aus wird das Wasser in den Hochbehälter Lengfeld gepumpt. Lengfeld und der Ortsteil Zipfen erhalten das Trinkwasser direkt  aus dem 1000 m³ fassenden Hochbehälter Lengfeld. Die Ortsteile Nieder-Klingen und Ober-Klingen bekommen das Wasser aus dem Hochbehälter Lengfeld über eine Transportleitung und Zwischenspeicherung im Hochbehälter Ober-Klingen in das Ortsnetz geliefert.

Härtebereich: hart 22°dH 3,9 mmol/l

Wasseranalyse Lengfeld und Zipfen 2017 (PDF) Wasserhärte

Hering

Hering wird durch einen Tiefbrunnen und zwei Quellen mit Trinkwasser versorgt. In einem Sammelbehälter werden die Wässer gemischt und mit zwei Netzpumpen in das Ortsnetz eingespeist. Durch einen Gegenbehälter unterhalb der Feste Otzberg (Fassungsvermögen 300 m³) wird der nötige Wasserdruck und die Versorgungssicherheit gewährleistet.

Härtebereich: mittel bis hart 14-17°dH 2,5-3,0 mmol/l

Wasseranalyse Hering 2017 (PDF) Wasserhärte

Ober-Klingen und Nieder-Klingen

Die Tiefbrunnen Ober-Klingen und Nieder-Klingen fördern das Wasser mit einer gemeinsamen Menge von ca. 20 Kubikmetern pro Stunde in den Zwischenbehälter Heydenmühle. Von dort aus wird das Wasser in den Hochbehälter Lengfeld gepumpt. Lengfeld und der Ortsteil Zipfen erhalten das Trinkwasser direkt  aus dem 1000 m³ fassenden Hochbehälter Lengfeld. Die Ortsteile Nieder-Klingen und Ober-Klingen bekommen das Wasser aus dem Hochbehälter Lengfeld über eine Transportleitung und Zwischenspeicherung im Hochbehälter Ober-Klingen in das Ortsnetz geliefert.

Härtebereich:  hart 22°dH 3,9 mmol/l

Wasseranalyse Ober-Klingen und Nieder-Klingen 2017 (PDF) Wasserhärte

Ober-Nauses

In den Ortsteilen Ober-Nauses und Schloss-Nauses erfolgt die Trinkwasserversorgung durch die Quelle Ober-Nauses. Das Quellwasser wird nach Entsäuerung und Aufhärtung durch einen Dolomitkiesfilter in einem 200 Kubikmeter fassenden Hochbehälter gepumpt und über das Rohrleitungssystem an die Kunden verteilt.

Härtebereich: weich 6°dH 1,1 mmol/l

Wasseranalyse Ober-Nauses und Schloss-Nauses 2017 (PDF) Wasserhärte

Ober-NausesLengfeld und ZipfenHeringOber-Klingen undNieder-KlingenHabitzheimMosbachWasserwerkHergershausenMesselHarreshausenRollwald

Die optimale Wasseraufbereitung – in 3 Schritten

„Wozu dann noch die Aufbereitung bei so einem guten Grundwasser?“, fragt man sich. Weil zu viel des Guten drin ist! Da das Wasser lange durch den Untergrund geflossen ist, und dabei tonhaltige Bodenschichten passiert hat, ist der Eisen- und Manganwert erhöht.

Belässt man diese Stoffe im Wasser, würde es metallisch schmecken, trübe aussehen und beim Wäschewaschen Rostflecken hinterlassen. So ein Wasser möchte aber kein Verbraucher aus seinem Wasserhahn fließen sehen. Deshalb also die Wasseraufbereitung, die in drei Schritten erfolgt.

Querschnitt der Filterhalle unseres Wasserwerks

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Kaskadenbelüftung

Um Eisen und Mangan aus dem Wasser zu entfernen, wird das gesammelte Wasser filtriert. Aber so einfach wie mit einem Kaffeefilter geht es nicht. Das Wasser muss zuerst belüftet werden, damit überflüssiges Eisen und Mangan entfernt werden können. Dabei überführt man das chemisch gesehen zweiwertige wasserlösliche Eisen in dreiwertiges Eisen (Rost). Vereinfacht bedeutet das: es wird Luft ins Wasser geleitet, damit sich überflüssige Elemente herausfiltern lassen.

Das Wasser aus den Brunnen wird gemischt und rieselt dann aus einer Höhe von 5 Metern über mehrere Kästen in der Kaskade zum Zerstäuben in die Tiefe.

Von unten wird gefilterte Luft eingeblasen und die herab fallenden Wassertropfen werden so belüftet. Während dieser Belüftung reduziert sich auch der Kohlensäuregehalt des Wassers.

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Reaktionsbecken, Zwischenpumpen und Kiesfilter

In den Reaktionsbecken unterhalb der Kaskaden wird das Wasser gesammelt und von den Zwischenpumpen über die Filterkessel geleitet.

In dem drei Meter hohen Kiesbett der 9 Filterkessel werden dann die Eisen- und Manganpartikel herausfiltriert. Jeder der Enteisenungsfilter ist mit über 60 Tonnen Kies gefüllt. Nach einer Laufzeit von 80 Stunden ist der Filter mit Eisen- und Mangan-Partikeln belegt und muss zurückgespült werden.

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Reinwasserbehälter und Netzpumpwerk

Nach der Filtration wird das Wasser im 2.000 Kubikmeter fassenden Reinwasserbehälter zwischengespeichert und durch die Pumpen im Netzpumpwerk in das Verteilungsnetz eingespeist.

Es gibt keine Zusätze von chemischen Stoffen wie Chlor. Wir lassen das Wasser, wie es ist: Erfrischend, gesund und natürlich.

Unsere Brunnen – Trinkwasser von großer Güte

Die Brunnen des ZVG Dieburg liegen in den Wäldern und Feldgemarkungen rund um Hergershausen und in der Schaafheimer Senke. Gerade weil es aus der Erde kommt, ist das Trinkwasser in unserem Versorgungsgebiet von großer Güte und Qualität.

Das Grundwasser stammt aus einem bis zu 60 Metern tiefen Grundwasserstrom der in Erdschichten fließt, die sich in der letzten Eiszeit gebildet haben. Die mächtigen Sand- und Kiesschichten gewährleisten eine ausgezeichnete natürliche Filterwirkung.

Mit leistungsstarken Unterwasser-Motorpumpen in den Brunnen wird das Grundwasser in das Wasserwerk Hergershausen gefördert. Die Fördermenge schwankt je nach spezifischer Ergiebigkeit des jeweiligen Brunnens zwischen 40 und 150 m³/h. 

Körperschaft des öffentlichen Rechtes

Der Zweckverband Gruppenwasserwerk Dieburg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes im Sinne des hessischen Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit (KGG). Der ZVG Dieburg verwaltet sich selbst. Zur Umsetzung seiner Aufgaben hat der Verband zwei Organe: Die Verbandsversammlung und den Verbandsvorstand.

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